Froschwanderung


 Beschreibung des Projekts:

Frösche und Kröten laichen immer in dem Gewässer, in dem sie selbst geboren wurden. Um dort hin zu gelangen, legen sie teilweise sogar Wege von mehreren Kilometern zurück. Dies wird vor allem dann gefährlich, wenn eine Straße den Weg der Frösche kreuzt. Jährlich werden hunderte von Fröschen und Kröten totgefahren.

Aus diesem Grund stellen die Naturfreunde Durlach entlang der B 3 unterhalb des Geigersbergs einen Zaun auf, an dem die Frösche auf ihrer Wanderung sitzenbleiben und dann von den ehrenamtlichen Helfern aufgesammelt und sicher über die Straße gebracht werden können.


  Moorfrosch       Erdkröten   Laubfrosch      
 Beschreibung der Art:

Der Grasfrosch erscheint sofort nach Winterende am Gewässer. Manchmal geschieht dies schon Ende Februar, doch meist wird es Anfang März. Häufig liegen sogar noch Eisreste auf dem Wasser. Grasfrösche bevorzugen Teiche und Seen in Gebieten mit Laub oder Mischwald und feuchten Wiesen.

Da die Männchen in der Überzahl sind, versuchen sie, schon auf der Wanderung zum Laichgewässer ein Weibchen zu finden und lassen sich dann von diesem dort hin "tragen" (die Männchen legen sich dabei auf den Rücken des Weibchens, während das Weibchen wandert).Meist wird das Ablaichen innerhalb einer Population dann in wenigen Tagen abgewickelt.

Teiche mit röhrichtbestandener Flachwasserzone bieten den Tieren optimale Bedingungen. Der Laich wird aber auch auf Fallaub oder an vegetationslose Ufer abgelegt. Häufig werden im Frühjahr auch überschwemmte Wiesenflächen zum Ablaichen aufgesucht.

Die Gallerthülle der Eier quillt stark auf. Frisch geschlüpfte Larven besitzen äußere Kiemen, die bald von einer Hautfalte überwachsen und nach innen verlagert werden. Das Atemwasser strömt nun durch die Mundhöhle und gelangt aus einem seitlich am Kopf liegenden Loch wieder nach außen. Die Umwandlung der Larve beginnt mit der Bildung der Vorder- und Hinterbeine. Bald danach wird der Ruderschwanz der Kaulquappe abgebaut und es entsteht ein winziger Frosch. Die Jungtiere verlassen nun das Wasser.

Nach zwei bis drei Jahren sind sie geschlechtsreif und kehren zu ihren Laichgewässer zurück.


 Maßnahmen:

Zum Schutz vor dem Verkehrstod stellen die Naturfreunde Durlach Ende Februar entlang der B 3 unterhalb des Geigersbergs einen ca. 40 cm hohen Zaun auf, der die Frösche auf ihrer Wanderung aufhält.

Sind sie am Zaun angelangt, bleiben sie an dieser Stelle sitzen und können am späten Abend von den ehrenamtlichen Helfern aufgesammelt werden. Diese transportieren die Frösche dann in Eimern sicher auf die andere Straßenseite, wo sie dann ungestört zu ihrem Laichgewässer weiterwandern.

Das gleiche geschieht auch auf der Rückwanderung nach dem Laichen im Rückhaltebecken. Krötenschutzzäune haben einen hohen Erlebniswert für Kinder und Erwachsene und sind somit auch ein wichtiges Instrument in der Umwelterziehung.