Fledermäuse


 Beschreibung des Projekts:

Innerhalb von etwa 30 Jahren sind die Fledermausbestände in Baden-Württemberg erschreckend zurückgegangen, obwohl alle 22 Arten unter Naturschutz stehen. Die Naturfreunde Durlach setzen sich durch den Bau und die Pflege von Fledermausnistkästen verstärkt für den Erhalt der nachtaktiven Insektenfresser ein.


 Beschreibung der Art:

In der Bundesrepublik Deutschland leben heute 22 Fledermausarten. Die Ernährung von Insekten und die Fähigkeit, die kalte Jahreszeit im Winterschlaf zu überleben, ermöglichte die Verbreitung in unseren kühlen Breiten.

Die Gründe für den Rückgang der Fledermäuse sind vielfältig: der Verlust an Quartieren, die Verfolgung durch den Menschen und besonders der durch die Verarmung der Landschaft bedingte Nahrungsmangel ließ die Fledertiere rar werden. Unsere Fledermäuse unterscheiden sich in ihrer Lebensweise, in den Ansprüchen an ihren Lebensraum und in ihrer Körpergröße. Mit 25 Gramm Körpergewicht ist der Abendsegler unsere größte einheimische Fledermaus. Er besiedelt im Sommer wie auch im Winter gerne geräumige Höhlen in alten Bäumen; man kann ihn daher in Parkanlagen oder in Altholzbeständen unserer Wälder antreffen.

Im Vergleich zum Abendsegler ist die Zwergfledermaus geradezu ein Winzling. Selbst ein ausgewachsenes Tier bringt es nur zu 5 Gramm. Entsprechend ihrer Körpergröße reichen dem Tier Spalten von einem Zentimeter Breite aus, um sich im Mauerwerk zu verstecken. Dort befinden sich auch die Winterquartiere, sofern die Mauerritzen tief genug und damit frostfrei sind. Nicht nur das Gemäuer eines Hauses, sondern auch ein ruhiger, geräumiger Dachstuhl wird von Fledermäusen besiedelt. Von dort aus können sie dann in der Abenddämmerung auf Nahrungssuche ausfliegen. Hierbei benutzen sie als Orientierungspunkt den Mond. Damit sie im Dunkeln Insekten auffinden können, benutzen sie Ultraschallschreie, die, sobald sie auf etwas treffen, reflektiert werden und der Fledermaus ein Bild der Umgebung geben.

Eine besondere Rarität ist eine Kolonie des Mausohrs, die aus mehreren Hundert Weibchen und deren Jungen bestehen kann. Im Winter hängen die Mausohren meist einzeln in frostsicheren Kellern und Höhlen.

Weitaus kleinere Kolonien bilden die Langohren. Ihren Namen verdanken sie den großen Ohren, die gut doppelt so groß sind wie der Kopf. die kalte Jahreszeit überbrücken unsere Fledermäuse durch einen Winterschlaf. Man wird sie dann nicht mehr in Dächern oder Nistkästen, sondern in frostsicheren und zugluftfreien Gewölben wie Höhlen oder Stollen. Im Herbst legen sie sich ein Fettpolster an, um die nahrungsfreie Zeit zu überleben. Die Körpertemperatur sinkt auf 5 bis 10 Grad Celsius ab. Die Herztätigkeit sinkt auf 15 bis 20 Schläge pro Minute und es gibt Atempausen von bis zu einer Stunde. In dieser Zeit dürfen die Tiere nicht erschreckt oder gar aufgeweckt werden. Durch ihre Lähmung würden sie den Schock nicht überleben.

Sobald es im Frühjahr wieder warm wird, erwachen sie langsam wieder und beginnen wieder mit der Quartier- und Nahrungssuche.


           
 Maßnahmen:

Aus rauhem, ungehobeltem Holz können spezielle Fledermausnistkästen gebaut werden. Beachtet werden sollte, daß der Kasten sauber und zugluftfrei verarbeitet wird.

Die Kästen werden dann in 3 - 4 Metern Höhe aufgehängt, wobei auf einen freien Anflug zu achten ist. Im November sollte der Kasten dann kontrolliert und gesäubert werden.