"Unterm Dach geht's weiter"


Das Jahr 2000 war wieder einmal ein Meilenstein unserer Vereinsgeschichte, denn im vergangenen Jahr feierte unser Verein sein 90-jähriges Bestehen.

Die Vorstandschaft und zahlreiche unserer Mitglieder sind davon überzeugt, dass auch dieses Jahr durch den weiteren Ausbau unseres Naturfreundehauses Obermühle wieder so einen Meilenstein werden wird.

Wer es noch nicht weiß - die Obermühle besitzt insgesamt 6 Geschosse. Hierzu zählen der Keller, in dem u.a. Getriebe und Generator unseres Mühlrades untergebracht sind. Darüber ist das Restaurant "Obermühle", das wir an Claus Schöndorff verpachtet haben. Unser kleines gemütliches Büro ist hier ebenfalls untergebracht - Zentrum unseres Vereinsmanagements. Darüber im 2. Stock, mit Eingang von der Alten Weingartener Straße 37, liegen die vermieteten Büro- und Sitzungsräume der Landesleitung der Naturfreunde Baden - der Verband, dem wir als Ortsgruppe Durlach angehören.

Darüber, also im 3. Stock geht's weiter. Auf einer Grundfläche von mehr als 150 qm werden wir dringend benötigte Räumlichkeiten für unseren Verein schaffen. An erster Stelle wäre der große Mehrzweckraum zu nennen. Er soll vor allem gemütlich werden und für alle Gruppen in unserem Verein jederzeit zugänglich sein. Eine Bistro-Ecke für die Kaffeezeit oder eisgekühlte Getränke gibt es hier in der für Naturfreunde typischen "Selbstbedienungsgastronomie" nach der sich jeder sehnt - natürlich auch die Vorstandschaft, die sich nach getaner Arbeit gerne am Tresen trifft. Musik gehört natürlich auch dazu - traditionell mit Gitarre, Geige und eigenem Gesang oder aber mit Disco- und Oldieabenden bei kräftigen 500 Watt-Power aus der vereinseigenen PA-Anlage.

Die verbliebene Fläche wird Büro-, Gruppen-, und Übernachtungsräume liefern. Ein Sanitärbereich wird ebenfalls erstellt.

Doch bis wir soweit sind ist es noch ein weiter Weg. Im letzten Jahr wurde bereits die Treppe für das zentrale Treppenhaus, das später einmal die ganze Mühle bis zu Dach erschließen soll, erstellt. Das Treppenhaus selbst muß als Brandabschnitt ausgebildet werden und die erforderlichen Abschlüsse aufweisen. Alte Wände wurden bereits entfernt und vieles, was sich an den letzten Jahren angesammelt hatte entrümpelt. Entstanden ist eine riesige Fläche - die es jetzt zu gestalten gilt.

Decken müssen verkleidet und isoliert werden. Ein geölter und gewachster Holzfußboden - so wie er sich für die Obermühle bisher bestens bewährt hat, ist zu verlegen. Trennwände und Türen sind einzubauen. Die Balken werden wieder in altem Glanz erstrahlen wenn sie abgebürstet und mit Leinöl behandelt sind. Die Dachgauben werden isoliert und verkleidet. Einbauschränke im Bereich der Dachschrägen sollen Stauraum für unser umfangreiches Inventar bieten. Ein Sanitärtrakt wird vom Fachmann installiert werden. Hinzu kommt das Verlegen von Heizung und elektrischen Installation. Nach Abschluss der Putz- und Malerarbeiten wird man dann zunehmend deutlicher sehen, welche gemütliche Atmosphäre unsere Mühle ausstrahlt.

Dies alles wird nicht von alleine und erst recht nicht umsonst entstehen. Wir mussten lange Zeit nach der ersten Ausbaustufe der Obermühle vor ca. 10 Jahren auf Sparflamme kochen - und können auch jetzt nur kleine Schritte machen.

Wir benötigen in dieser wichtigen Phase unserer Vereinsgeschichte die aktive Mithilfe unserer Mitglieder. Viele haben schon geholfen. Die Samstage sind künftig ausnahmslos "Bausamstage". Wir müssen durch Eigenarbeit dort Geld sparen wo es sich lohnt und wo wir es auch leisten können. Vor- und Nacharbeiten für die Handwerker gehören ebenso dazu wie Arbeiten mit der Kreissäge und dem Akkuschrauber oder das Besorgen von Baumaterialien. Wir freuen uns über jeden, der Zeit für diese Arbeiten aufbringen kann. Natürlich wissen wir, dass freie Zeit heute immer weniger wird und die Samstage oft anderweitig verplant werden doch wir wissen ebenso, dass die Naturfreunde auch heute eine Gemeinschaft sind, die ihre Häuser zu schätzen weiß und sich hierfür einsetzen kann.

Dass Naturfreunde auch feiern können wird sich bei dem diesjährigen ersten Baustellenfest unter dem Motto "schaffen und feiern" sicherlich zeigen. Alle am Bau Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen. Wir sind sicher, dass dann der eine oder andere vielleicht schon an den Ausbau des 4. Stocks denken wird. Soweit zu unserem Jahresmotto 2001.

"Unterm Dach geht's weiter"